Die Tage werden kürzer, die Nächte kälter – und unsere stacheligen Gartenbewohner bereiten sich auf den Winterschlaf vor. Doch leider finden viele Igel in unserer zunehmend aufgeräumten Landschaft kaum noch geeignete Unterschlupfmöglichkeiten und Nahrung. Mit ein paar einfachen Maßnahmen kann jeder einen kleinen Beitrag für den Igel leisten.
Warum der Igel unsere Hilfe braucht
Igel sind nützliche Gartenbewohner: Sie fressen Käfer und andere Insekten (in selteneren Fällen auch Schnecken und Würmer) und tragen so zu einem gesunden ökologischen Gleichgewicht bei. Durch den Rückgang von geeigneten Versteck- und Nestmöglichkeiten (z. B. Hecken, Laubhaufen und naturnahen Gärten) verlieren sie jedoch ihre Lebensräume. Besonders Jungtiere und kranke Igel sind gefährdet.
So kannst du Igel unterstützen
Naturnahen Garten gestalten
- Lass Laub- und Reisighaufen liegen – sie sind perfekte Winterquartiere
- Verzichte auf chemische Pflanzenschutzmittel.
- Pflanze heimische Sträucher und Hecken als Unterschlupf und Habitat für Insekten (Nahrung des Igels).
Zugänge schaffen
- Lass kleine Öffnungen (ca. 10–15 cm) im Gartenzaun, damit Igel zwischen Gärten wandern können.
Gefahrenquellen beseitigen
- Decke Kellerschächte, Lichtschächte und Teiche ab.
- Kontrolliere vor dem Mähen oder Umsetzen von Laub, ob sich ein Igel versteckt.
- Verzichte auf Laubsauger und Mähroboter – sie gefährden kleine Tiere.
Zusatzfutter anbieten
- Im Spätherbst kannst du schwachen oder untergewichtigen Igeln Katzenfutter (mit hohem > 65 % Fleischanteil, ohne Fisch) und Wasser anbieten.
Igelhaus aufstellen
Ein Igelhaus aus Holz oder Ziegeln, gefüllt mit trockenem Laub oder Stroh, bietet sicheren Unterschlupf. Stelle es an einem ruhigen, geschützten Ort im Garten auf.